WOHNSINN Presse

02.09.2018 Grafinger Anzeiger: "Das Mietproblem in Grafing bekämpfen - Starthilfe für Wohnungssuche"

https://www.meine-anzeigenzeitung.de/lokales/ebersberg/starthilfe-wohnungssuche-10220592.html

Berichte von den Veranstaltungen 09/2018 - 09/2019

WOHNSINN –
Reflexion des ersten Vernetzungstreffens am 22. September 2018

„Es sind alle offen, da und angekommen.“

Die Erwartung, dass es ein ausgewogenes Verhältnis von Hausbesitzern und Wohnungssuchenden geben möge, wurde unterboten. Tatsächlich kamen drei Hauseigentümer, die aber kein aktuelles Wohnangebot mitbrachten, und ungefähr 18 Wohnungssuchende. Resonanz fand das Projekt auch in Helferkreisen, die mit ihren Schützlingen kamen, jedoch leider die Veranstaltung auch bald wieder verließen, als klar wurde, dass es hier keine schnelle Lösung für die Wohnungsnot der neuen Mitbürger geben würde.

Der Veranstaltungsablauf sah ein „Speed-Dating“ vor, bei dem effizienterweise jeder die Möglichkeit haben sollte mit jedem zu sprechen. Interessanterweise hatte sich jedoch in der verbleibenden Gruppe in kurzer Zeit ein konstruktiver kollektiver Geist gebildet, der dem Begriff „Speed“ nichts abgewinnen konnte. Mit Geschwindigkeit sollte diese Reihe von Kennenlerntreffen nicht starten, wohl aber mit Ausdauer.

Hier kamen nämlich ganz verschiedene  Menschen zusammen -  unter anderem alleinerziehende Mütter, Familienväter, ein älteres Ehepaar - die verstanden haben, dass ihnen hier nicht eine Lösung auf dem Tablett serviert wird, sondern dass wir alle miteinander etwas tun können, um unsere Zukunft lebenswerter zu gestalten.

Es bildeten sich wie von selbst kleine Gruppen, und es wurden Gespräche über den Sinn des Wohnens geführt. Wer potenzieller Mieter oder Vermieter ist, war bald nicht mehr zu erkennen.

Der Tenor der vielen guten Gespräche war, dass viele das isolierte Wohnen abstreifen wollen und sich nach Gemeinschaft sehnen. Eine Gemeinschaft, die ein Zusammen-Sein ermöglicht aber auch Raum für Rückzug bietet.

Eine Besucherin hat den Nachmittag auf den Punkt gebracht: „Es sind alle offen, da und angekommen.“

Bei diesem ersten Treffen haben offene Menschen auf nicht greifbare Weise begonnen, den Boden fruchtbar zu machen, so dass die nächste Veranstaltung am 27. Oktober 2018 darauf aufbauen kann. Das Oktober-Treffen wird dann eher einen Workshop-Charakter haben, bei dem es im Rahmen eines World-Cafés um das Thema „Gemeinschaftliches Wohnen“ in unterschiedlichen Varianten gehen wird.

Wir wollen uns unter anderem damit befassen, was die nächsten Schritte sind, wer und was noch gebraucht wird und welche vielfältigen Vorteile Hausbesitzer/Vermieter haben, wenn sie glücklichen Menschen Wohnraum geben.

Willkommen sind nicht nur Menschen, die ihr Haus öffnen möchten und Bürger, die ein neues Zuhause suchen, sondern auch Ideen-Architekten, Konzeptentwickler, Hausbesitzer etc. sind mit ihrer Expertise herzlich eingeladen mitzuwirken und der Idee mehr und mehr Gestalt zu geben.

Was wir (noch) nicht sehen, ist, dass wir bereits in der Fülle leben, denn die Ressourcen sind da. Wir brauchen nur noch den für alle Beteiligten passenden Zugang zu finden.

Lassen Sie uns gemeinsam ein Netz aus Beziehungen und Kompetenzen bauen, um zukunftsfähige Wohnmodelle mit glücklichen Menschen zu erproben und zu leben. Die Zukunft beginnt jetzt. 

 

 

Bericht über die zweite Veranstaltung

 

Die zweite WohnSinn-Veranstaltung am 27. Oktober 2018 stand ganz im Zeichen des Ideensammelns oder Brainstormings. An drei Tischen wurde diskutiert, und 13 Menschen unterschiedlichsten Alters ließen ihre Gedanken, Wünsche und Ideen hierzu fließen.

 

Zu „Ressourcen in Grafing“ gab es zum Beispiel den Vorschlag, einen Rundgang durch Grafing zu machen,  leer stehende Gebäude zu entdecken, mit den Besitzern ins Gespräch zu kommen und mögliche Ängste oder Bedenken von ihnen ernst zu nehmen. Es gab auch interessante Gespräche zu der Idee Industrieflächen mit Wohnflächen zu kombinieren oder zur  Zwischennutzung von Brachflächen.

 

Beim Thema „Gemeinschaftswohnen“ drückten viele Teilnehmer aus, dass sie gerne auch mit älteren Menschen zusammen wohnen wollten. Die Ideen reichten von gemeinsam Wohnung/Haus zu kaufen/mieten, groß- oder kleinfamilienähnliches Zusammenwohnen von mehreren Generationen in einem Haus mit Garten bis zum Erwerb eines ganzen Häuserblocks mit einzelnen Wohnungen. Das Gefühl der Sicherheit, dass jemand da ist, der abends mal nach dem Herd schaut oder guckt, ob die Türe geschlossen ist sei nicht zu unterschätzen. Es gelte herauszufinden, inwieweit räumliche Umbauten, wie zum Beispiel eine zusätzliche Nasszelle, durch Förderungen finanziert werden könnten. Hier könne man vielleicht mobile Pflegedienste ansprechen und mit ins Boot holen. Aber auch das Konzept von Tiny Houses wurde interessiert aufgenommen.

 

Das Plakat zum Thementisch „Wohin soll sich WohnSinn entwickeln?“ zeigt  deutlich, dass das Projekt sich in alle gewünschten Richtungen entwickeln darf. Hier wurde angeregt, noch mehr Menschen für „Wohnsinn“ zu sensibilisieren. Außerdem wurde angemerkt, dass die Eigenverantwortung gestärkt werden solle.  .

„Wohnsinn“ solle eine Kommunikationsplattform sein, in deren Rahmen durch Austausch Ängste vor dem gemeinsamen Wohnen abgebaut werden, Vernetzungsmöglichkeiten bestehen und Entscheidungen langsam reifen dürfen. Wichtig war den Teilnehmern auch, im Gespräch zu bleiben und Ergebnisse und Entwicklungen zu publizieren.

 

Alle Thementische hatten eines gemeinsam: man war bestrebt, noch mehr Menschen das Projekt „Wohnsinn“ näher zu bringen und auch Experten wie Pflegedienste, Landwirte, Architekten, Entwicklungsingenieure, Politiker, Wohnraumberater mit einzubeziehen.

 

In der Abschlussrunde waren alle zufrieden. Einige nahmen für sich Ideen mit wie sie in ihrem Umfeld den „WohnSinn“ bekanntmachen wollen. Insgesamt war eine „Wir packen es an“-Stimmung zu spüren. „WohnSinn“ ist ein langfristiges Projekt, das Durchhaltevermögen braucht. Doch gerade im gemeinsamen Tun entsteht die so sehr gewünschte Gemeinschaft und wird Vertrauen aufgebaut.

 

Wir wollen hier bei der nächsten Veranstaltung am 17. November 2018 anknüpfen und von bereits ersten Umsetzungen der Ideen berichten, uns austauschen und gegenseitig stärken sowie weitere Gedanken festhalten und umsetzen.

 

 

 

Die Termine für 2019 sind:

 

19. Januar

2. März

6. April

4. Mai

15. Juni

13. Juli

 

 

Wer darüber hinaus sich für die Projekte der Transition Town Initiative Grafing interessiert oder selber ein Projekt für Grafing vorstellen möchte, ist herzlich eingeladen, zu den monatlichen Treffen zu kommen, die an jedem 1. Freitag eines Monats um 19.30 Uhr im Familien- und BürgerZentrum stattfinden, Münchner Straße 12, Eingang über Kirchenstraße.

 

 

 

 

Wohnsinn im November 2018

 

Zur dritten Wohnsinn-Veranstaltung am 17. November 2018 haben wir 21 Erwachsene, fünf Kinder und einen Hund begrüßen dürfen, die alle gut miteinander ausgekommen sind.  Die Teilnehmer hatten Gelegenheit, sich kurz vorzustellen. Es hat sich sehr gut bewährt, zu Beginn und zum Abschluss gemeinsam im Kreis zu sitzen, denn diese Form des Miteinanders scheint die Menschen zu ermuntern, offener über ihre persönliche Situation zu sprechen.

 

An diesem Samstag waren sowohl Wohnungssuchende da als auch Hausbesitzer, die sich die Menschen mit Bedarf an Wohnraum einfach mal anschauen wollten. Eine Dame suchte für ein Haus in Niedersachsen einen vorübergehenden Haushüter, der oder die auch Schnee räumen würde. Auch ein Mitwohn-Angebot wurde an die Transition Town Initiative herangetragen, das wir gerne weitergaben, da die Anbieterin an diesem Tag einen anderen Termin wahrzunehmen hatte.

 

Eine wiederkehrende Frage an diesem Nachmittag war, ob denn immer dieselben Menschen zu den Wohnsinn-Veranstaltungen kämen. Ein paar Teilnehmer waren bereits bei zwei Veranstaltungen dabei, aber die Mehrheit der am Wohnsinn Interessierten hat sich bei den bisherigen drei Terminen immer neu zusammengesetzt – und es waren jedes Mal die richtigen Menschen da.

 

Wieder sind dann viele interessante Gedanken beim Brainstormen an den Themen-Tischen auf die Papiertischdecken geflossen:

 

Es wurde darauf hingewiesen, dass es für Familien mit mehreren Kindern oder mit Haustieren generell schwierig sei, eine Wohnung zu bekommen.

 

Wohnen mit mehreren Modulen war ein Wunsch, das heißt, Tiny Houses/Minihäuser, verbunden mit Workshop-Räumen, Gästezimmer, einem Acker etc.

 

Ein wichtiger Aspekt wurde von mehreren Anwesenden angesprochen, nämlich das Wohnen bei geringer Rente. Sind Wohngemeinschaften oder Mehrgenerationenhäuser eine Lösung für erschwingliches seniorengerechtes Wohnen? Man könne jetzt, wo man noch vital sei, die zukünftige Wohnsituation im Rentenalter positiv mitgestalten, schlug eine Teilnehmerin vor.

 

Der Teufelskreis der Nichtvermietung war auch Thema: Erben wollten das Mietrisiko nicht tragen, hätten Sorge, dass das Haus Schaden nehme. Die Folge sei, dass das Haus leer stünde und dadurch Schaden nehme, berichtete eine Lehrerin.   

 

Es wurde angeregt, Landwirte, Kirchenvertreter, Stadtbedienstete, Bestattungsunternehmer etc. auf Wohnsinn aufmerksam zu machen, diese einzuladen, und ihnen das Konzept „befristeter Haushüter“ zum Beispiel als Service für Haus-Erben vorzustellen.

 

Einvernehmlich war bei diesem ZusammenSein der Wunsch, sich zu vernetzen, Beziehungen und Freundschaften aufzubauen und zu pflegen, wie es bei „Wohnsinn“ praktiziert werden kann.

 

In der Abschlussrunde bekundeten die Anwesenden, dass sie diese „Wohnsinn“-Veranstaltungen sehr wichtig fänden und bedankten sich bei den Organisatoren. „Endlich mal was Sinnvolles“, bemerkte eine Seniorin. Ein anderer Teilnehmer war dankbar, dass ihm das miteinander Vernetzen bei „Wohnsinn“ die Möglichkeit gebe, neue Leute in Grafing kennenzulernen.

 

Außerdem regte eine junge Mutter an, einen Arbeitskreis für Alternative Wohnformen zu gründen. Wer hier mitmachen möchte, möge bitte eine E-Mail an die Transition Town Initiative Grafing schreiben, es wird dann weitergeleitet:

transition-grafing@web.de

 

Ein Unterstützer des Wohnsinn-Projektes gab allen noch mit auf den Weg, dass er sich dem Leben anvertraue und durch diese Einstellung die Dinge schon in den Fluss kämen. Diesem feinsinnigen Rat kann Pablo Picasso noch hinzufügen:

 

„Die Inspiration existiert, aber sie muss dich bei der Arbeit finden.“

 

 

Der „Wohnsinn“ geht jetzt in die Winterpause, wünscht allen Interessierten besinnliche Feiertage und freut sich auf weiteres Vernetzen, inspirierende Gedanken und schöne Gespräche am

 

Samstag, den 19. Januar 2019

 

von 15 bis 17 Uhr im Gemeindesaal der evangelischen Kirche, Glonner Str. 7, Grafing.

 

 

Die weiteren Termine 2019 sind:

 

Samstag, 2. März 2019

Samstag, 6. April 2019

 

 

Damit dem einen oder der anderen die Zeit bis dahin nicht zu lang wird, lädt die Transition Town Initiative Grafing alle Interessierten zu den monatlichen Treffen ein, die an jedem 1. Freitag eines Monats (07.12.2018, 04.01.2019) um 19.30 Uhr im Familien- und BürgerZentrum stattfinden, Münchner Straße 12 Rgb., Eingang über Kirchenstraße. Hier darf sich jeder mit Ideen einbringen, die das Leben schöner machen, und die sich zur Umsetzung Unterstützung wünschen.

 

 

Wohnsinn am 19. Januar 2019 – Neues Jahr, neue Vernetzungsmöglichkeiten – und erste Erfolgsstory!

 

Zur ersten Wohnsinn-Veranstaltung in 2019 fanden sich wieder interessierte Menschen ein, die sich die Gelegenheit zum Austausch nicht entgehen lassen wollten. Zwei der Anwesenden kamen um davon zu erzählen, dass sie sich bei der November-Veranstaltung kennengelernt hatten und nun bereits das Miteinanderwohnen praktizieren.

Das Glück liegt auf der Straße, kann man sagen, als die Mutter von drei erwachsenen Kindern, Anfang November bei einem Spaziergang durch Grafing den Wohnsinn-Flyer vor sich auf dem Boden liegen sah. Sie hob ihn auf, las ihn durch und beschloss, sich „Wohnsinn“ einmal anzuschauen. Ein Wittwer, der mit dem Gedanken spielte, sein Haus wieder mit mehr Leben zu füllen, war unter den Besuchern. Nachdem er in der Vorstellungsrunde sein Anliegen geschildert hatte, kamen beide ins Gespräch. Manchmal wären nur ein paar Sekunden entscheidend, um zu erkennen, dass die Chemie stimme und das Vertrauen da sei, erzählten sie.

Außerdem war ein Ehepaar gekommen, das, nachdem die Kinder flügge sind und ihr Zuhause verlassen hatten, dabei ist,  neue Wohnformen anzudenken und ihre ausreichend vorhandene Wohnfläche anderen Menschen in Zukunft zur Verfügung stellen möchte.

Zwei Frauen, die unabhängig voneinander die Wohnsinn-Veranstaltung besuchten, haben beide Pläne, mal ein Jahr zu reisen, und ihre Wohnung und ihr Haus für diesen Zeitraum zu vermieten. Eine der beiden, wieder eine Mutter von erwachsenen Kindern, will bereits im kommenden Frühjahr ihren Lebenstraum, mit dem Radl um die Welt zu fahren, ganz konkret umsetzen. Ein anderer Gast hat die Phase der Zurückgezogenheit genossen und abgeschlossen, und wollte sich nun informieren, welche anderen Wohnformen es noch gebe. Denn wie sie sagte, das „Klein-Gedingse“ habe sich nicht überlebt.

Ein Besucher griff dies auf, und gab preis, dass die „Kleinfamilien-Struktur“ nicht seiner Natur entspreche und er weiterhin auf der Suche nach Leben und Wohnen in der Gemeinschaft sei.

Es wurde sich rege ausgetauscht, zum Beispiel darüber, dass doch allgemein ein überzogenes Privatschutzbedürfnis herrsche und viele Menschen beim Gedanken an gemeinsames Wohnen reflexhaft zunächst daran denken würden, wie man sich voneinander abschotten könne. Da helfe nur, Vertrauen aufzubauen, wurde vorgeschlagen.

Vertrauen und auch Verbindlichkeit, wie angemerkt wurde, seien wichtig, damit Menschen, die zusammen wohnen, im Falle von Konflikten sich der Situation stellen und miteinander Lösungen zu finden bereit sind statt der Situation auszuweichen.

Außerdem wurde angeregt, das Wohnsinn-Plenum auch für Lösungsfindungen zur Verfügung zu stellen. Man wolle beileibe keine Probleme herbeireden, aber es sollen bei Wohnsinn auch Menschen willkommen sein, die bezüglich einer Herausforderung einen lösungsorientierten, konstruktiven Austausch in der Runde wünschten. Mal eine andere Sichtweise, eine unterschiedliche Perspektive zu hören, würde vieles in einem anderen Licht erscheinen lassen. 

Es war an diesem strahlend blauen und kalten Januarnachmittag eine schöne Runde von motivierten Menschen, denen der Gesprächsstoff nicht ausging. Und die ausgelegten Notizzettel wurden eifrig genutzt um sich miteinander zu vernetzen.

Wir freuen uns, diese Menschen wiederzusehen und noch viele andere kennenzulernen sowie auf weiteren inspirierenden Austausch rund um „Wohnsinn“

am Samstag, 2. März 2019, von 15 bis 17 Uhr

im Gemeindesaal der evangelischen Kirche, Glonner Straße 7, Grafing.

P.S. Wer Interesse an einer Arbeitsgruppe Tiny House hat, kann sich an die Transition Town Initiative Grafing wenden. https://www.transitiongrafing.de/kontakt/

Wir leiten die Interessenten gerne weiter an die junge Grafinger Mutter, die dieses Projekt in der Planung hat.

 

Copyright: Frauke Pietzner

Wohnsinn im März 2019

Am 2. März 2019 besuchten 20 Interessierte aus Grafing und Umgebung sowie 4 Kinder die Wohnsinn-Veranstaltung. Eine Kuscheldecke, ein paar Bilderbücher und Bauklötze luden die Kleinen zum Spielen ein, ein Schulkind nahm das Malangebot an.

Unter den Besuchern waren einige bekannte Gesichter und auch viele neue. Es stellte sich dann heraus, dass zwei Wohnungsanbieter da waren, sowie zwei Frauen, die aktuell auf Wohnungssuche sind, und auch zahlreiche Menschen, die sich einfach nur mal informieren wollten, welche Alternativen es zum Wohnungsmarkt gibt, im Alter zu wohnen und zu leben. Einige waren auch mit ihrer derzeitigen Wohnsituation zufrieden und haben ihre Ideen mit der Runde geteilt.

Es wurde zunächst von einem jungen Mann ein Wohnprojekt in Moosach vorgestellt, das sich hauptsächlich an junge Leute richtet, von denen an diesem Samstagnachmittag einige vertreten waren.

Eine Mutter gab bekannt, dass sie parallel zur nächsten Wohnsinn-Veranstaltung am 6. April 2019 ein Wohnsinn Spezial rund um das Thema Tiny House organisieren wird. Interessenten können sich gerne über das Kontaktformular der Transition Town-Webseite anmelden, es wird dann weitergeleitet. 

Danach wurden verschiedene Aspekte diskutiert, zum Beispiel dass man große Häuser „tiny“ machen könne durch Anbringen einer Außentreppe oder einer Nasszelle, deren Kosten überschaubar seien.

Groß war aber auch der Wunsch der Anwesenden nach einer Begegnungsstätte für Jung und Alt in Grafing ohne Verzehrzwang, wo man zusammen sitzen kann zum Unterhalten oder Spielen. Idealerweise mit kleiner Koch- und Spülgelegenheit sowie Toilette.

Eine Besucherin wünschte sich, dass die Stadt ein ökologisches Stadtviertel ausweisen möge. Dann könne man eine Solawi (Solidarische Landwirtschaft) zu einer SolawiWo weiter entwickeln (Solawi plus Wohnen). Dieser Wunsch fand viele Befürworter.

Es war wieder eine schöne Runde, in der sich in der Kaffee-/Teepause, zu der einige etwas zum Knabbern mitbrachten, miteinander vernetzt wurde und von entstandenen Freundschaften zu Besuchern früherer Wohnsinn-Veranstaltungen berichtet wurde. Alle waren dankbar, dass es einen Raum gibt, wo man sich rund ums Wohnen & Leben austauschen, neue Menschen kennenlernen und man vielleicht dem oder der neuen MitbewohnerIn, MieterIn oder VermieterIn auf entspannte Weise begegnen kann.

Möglicherweise haben sich an diesem Samstag wieder zwei gefunden, die bei einer der nächsten Veranstaltungen eine weitere Erfolgsstory erzählen. Aber auch die Freundschaften und Kontakte, die hier entstehen, sind sehr wertvoll. Wie ein Gast zum Schluss anmerkte, war diese Wohnsinn-Veranstaltung wieder mit viel Frohsinn gefüllt.

 

Das sind die nächste Termine, auf die wir uns freuen:

WohnSinn

6. April 2019, 15 bis 17 Uhr, Gemeindesaal der evang. Kirche, Glonner Str. 7, Grafing

WohnSinn Spezial Tiny House

6. April 2019, 15 bis 17 Uhr, Casa Creativa, Grandauer Str. 4, Grafing

 

Wohnsinn im April 2019

Am 6. April trafen sich rund 10 Erwachsene mit Kindern um das Thema Wohnen mal anders zu denken zum vorerst letzten Mal im Gemeindesaal der evangelisch-lutherischen Kirche, der in den kommenden Monaten renoviert wird. Bis zum Oktober werden die Wohnsinn-Veranstaltungen daher in der

Casa Creativa, Grandauer Straße 4, in Grafing

stattfinden.

Es wurde wieder darüber diskutiert wie man im Alter gerne leben wolle, und es wurde festgestellt, dass man einen gesellschaftlichen Überdruss bezüglich des Alleinlebens spüre. Gemeinschaftliches Wohnen wurde wieder angesprochen, und dass es alternative Wohn- und Lebensformen zu finden beziehungsweise vorhandene Möglichkeiten zu entdecken gelte. Das Züricher Genossenschaftsmodell wurde erläutert, und einer Teilnehmerin war das Thema Erbpachtrecht sehr wichtig, was bei etlichen Anwesenden auf Resonanz traf.

Wir laden alle Wohnsinn-Teilnehmer ein, gerne aktiv zu werden, wenn Ihnen ein Thema wichtig ist, und Referenten oder Experten ausfindig zu machen und diese zu den Wohnsinn-Diskussionen einzuladen um ein Thema, das Ihnen am Herzen liegt, zu vertiefen.

Es wurde darauf hingewiesen, dass das Projekt Wahlverwandtschaft ebenfalls bereits zu einem Wohnungstausch geführt habe. Es lohnt sich also, die verschiedenen Angebote, die die Transition Town Initiative Grafing sowie das Familien- und BürgerZentrum (FBZ) anbieten, zu besuchen.

Auch bei dieser Wohnsinn-Veranstaltung im April, die auch der Vernetzung dient, sind wieder eine Hausbesitzerin und ein Wohnungssuchender miteinander ins Gespräch gekommen. Wir wünschen Erfolg – wie auch immer dieser aussehen mag.

Im Anschluss gingen nahezu alle Teilnehmer noch auf einen Sprung in die Casa Creativa, wo an diesem Nachmittag parallel das Wohnsinn Spezial zum Thema Tiny House stattfand. Dort waren  erfreulich viele Besucher gekommen, die sehr begeistert von den vielen Informationen waren, die die beiden Referenten mit ihnen teilten.

 

Die nächsten Wohnsinn-Veranstaltungen finden statt an den Samstagen:

4. Mai, 15. Juni, 13. Juli 2019 in der Casa Creativa, Grandauer Straße 4, Grafing, 15 bis 17 Uhr.

 

Wohnsinn im Mai 2019 – und zweite Erfolgsstory!

Am 4. Mai trafen sich an einem vorübergehend anderen Ort als sonst, in der CasaCreativa, Menschen, die gemeinsam hatten, dass sie kurz- oder mittelfristig nach einer neuen Wohnsituation Ausschau halten. Und wie wir immer wieder feststellen, sind bei jedem Treffen genau die richtigen Leute beisammen, die sich mit Impulsen und Ideen gegenseitig ein Stück weiter helfen.

Da es diesmal eine kleinere Runde war, gab uns dies die Möglichkeit mehr in die Tiefe zu gehen und unsere Geschichten ausführlicher zu erzählen sowie den anderen zuzuhören. Es war festzustellen, dass viele ähnliche Wünsche haben, so dass wir diese auf ein Visions-Papier brachten.

Ein Teilnehmer hat uns außerdem mit einem kurzen Vortrag über die Ursachen von Zustandekommen oder Scheitern von Gemeinschaften sehr bereichert. An diesem Nachmittag berührten wir schon auch philosophische und quantenphysische Bereiche, die sicher noch nachklingen. Ein spannendes Feld, das wir gerne nochmals aufgreifen werden.

Allgemein wurde diese Plattform wieder sehr begrüßt, auf der Menschen sich in entspannter Atmosphäre kennenlernen und Freundschaften entstehen können. Und wo hilfreicher Austausch stattfindet, was vordergründig vielleicht nichts mit der aktuellen Wohnsituation zu tun haben mag, aber dennoch sehr wertvoll sein kann. Vielleicht hat ja der eine oder die andere einen wichtigen Input mitgenommen, der bezüglich der Wohnsituation etwas in Gang setzt.

Auch die zahlreichen weiteren Vernetzungsmöglichkeiten in und um Grafing herum wurden aufgezeigt, was einem jungen Paar sehr gut gefallen hat.

Es bestand auch wieder Interesse an dem Projekt Wahlverwandtschaft des Familien- und BürgerZentrums (FBZ), auf das wir hier noch mal hinweisen möchten. Wer Interesse oder Fragen hat, möge bitte eine E-Mail schicken an kontakt@familien-buergerzentrum-grafing.de

Die nächsten Wohnsinn-Termine in der CasaCreativa, Grandauer Straße 4, Grafing sind:

die Samstage 15. Juni und 13. Juli 2019 ff.

 

Und ganz frisch erfahren: Mutter mit Kind zieht zu Frau mit Hund

Die Mutter, die mit ihrer Tochter bei der Wohnsinn-Veranstaltung im März zu Gast war, hat sich mit der Hausbesitzerin, die ihren Wohnraum und Garten gerne teilen möchte, zusammengetan, und nun sind sie bereits eine Hausgemeinschaft. Bei der Wohnsinn-Veranstaltung im Juni wollen sie davon berichten.

 

WohnSinn im Juni 2019

Der WohnSinn am 15. Juni 2019 war sehr gut besucht, und bei dem
herrlichen Sommerwetter waren die rund 20 Gäste – altersmäßig bunt
gemischt – erfreut, dass die Veranstaltung im Freien stattfand. Es waren
neue und auch bekannte Gesichter dabei.

Ein junger Mann, der sich mit Frau und Kind von München nach Grafing
orientieren möchte, war ganz angetan von den vielen
Vernetzungsmöglichkeiten in und um Grafing herum, die die Teilnehmer ihm
vorschlugen, seien es die Aktivitäten der Transition Town Initiative
Grafing oder des Familien- und BürgerZentrums (FBZ) oder auch die
anderer Vereine.

Ein weiterer junger Mann machte auf ein Ein-Generationenhaus in Glonn
aufmerksam, das er mit Leuten im Alter von 25 bis 30 Jahren
verwirklichen möchte.

Es waren wieder ein paar Haus- und Wohnungsbesitzer anwesend sowie eine junge Frau, die durch Lebensveränderungen nun Platz in einem Bauernhaus anbietet. Und auch einige Leute waren da, die sich aufgrund von Eigenbedarfskündigungen informieren möchten, welche
Wohnmöglichkeiten es noch gibt.

Die ausgelegten Notizzettel und Kulis wurden eifrig genutzt um sich zu
vernetzen.

Außerdem war die Patin der Tiny House-Bewegung da und teilte mit, dass
am Sonntag, den 30.06.2019 ein Tiny House-Netzwerktreffen in Geretsried
stattfinde. Interessenten an dieser Wohnform können sich über
nachfolgenden Link weiter informieren.
https://einfach-gemeinsam-leben.info/30-06-2019-oeffentliches-vereinstreffen-und-infoveranstaltung/
Eine weitere Tiny House-Veranstaltung in Grafing werde es im Herbst
geben, die sicher genauso gut besucht sein wird wie jene im April.

Zum nächsten Wohnsinn in der Casa Creativa am Samstag, 13. Juli 2019,
von 15 bis 17 Uhr, laden wir wieder herzlich alle ein, die sich über
alternative Wohnformen in entspannter Atmosphäre austauschen möchten,
oder die Wohnraum suchen oder anbieten.

Wohnsinn im Juli 2019

An diesem Samstag, den 13. Juli fanden sich trotz immer wiederkehrender Regenschauer überraschend viele Menschen zum Wohnsinn zusammen. Unter anderem waren zwei Vorstandsmitglieder von WINGS, Wohnen in Nachbarschaft Grafing-Stadt, vertreten, die darauf aufmerksam machten, dass die Bürger bis Freitag, 19. Juli, bei der Stadt Grafing ihre Vorschläge oder Kommentare für eine weitere Verwendung des alten Bauhof-Areals kundtun können.

Außerdem wiesen sie darauf hin, dass am

Sonntag, 13. Oktober 2019 eine Informationsveranstaltung zu WINGS,

14 bis 16 Uhr in der Casa Creativa, Grandauer Straße 4, Grafing

stattfinde. Alle Interessierten seien herzlich eingeladen. Für mehr Informationen besuchen Sie WINGS gerne im Internet: https://www.wings-grafing.de/

Wir haben gesehen, dass die Vernetzung der verschiedenen Initiativen und Vereine schöne Synergien auf verschiedensten Ebenen ergeben.

Verschiedene Wohnformen wurden wieder angesprochen, auch das Haushüter-Modell. Vorstellbar wäre, dass Menschen ein leerstehendes Haus für eine vereinbarte Zeit bewohnen, damit es gelüftet und geheizt wird – mit anderen Worten, damit das Haus mit Leben gefüllt wird und nicht verfällt aufgrund von mangelnder Pflege.

Es wurde auch der Wunsch geäußert, dass WOHNSINN sichtbarer werden sollte für Grundstücks- und Hausbesitzer sowie Wohnungseigentümer.

Und wir würden uns wünschen, wenn die Betreuer der Asylbewerber ihre Schützlinge, die eine Wohnung suchen, nachdrücklicher darauf hinweisen würden, die Wohnsinn-Veranstaltungen öfter zu besuchen. Es kann natürlich nicht versprochen werden, dass sie gleich ein passendes Wohnangebot bekommen, aber zumindest wäre es ein Schritt in die Gemeinschaft, damit ein Miteinander gelebt werden kann. Und damit  allen bewusst wird, dass wir mit unseren Sorgen nicht alleine sind und mit unseren Unterschieden uns gegenseitig bereichern können. 

Wir wollen doch eine bunte Gesellschaft sein;

dann lasst uns nicht nur davon reden, sondern es auch leben!

Die nächste Wohnsinn-Veranstaltung findet am Samstag, den 10. August 2019 statt in der Casa Creativa, Grandauer Straße 4, Grafing. 15 bis 17 Uhr!

 

WohnSinn am 10.August 2019

 

Entgegen Unkenrufen bezüglich des wechselhaften Wetters kamen doch 20
Interessierte; und auch einige Kinder waren da, die sich lebhaft mit der
Brettspielesammlung beschäftigten. Wie nach der Juli-Veranstaltung
gewünscht, war es dieses Mal mit Menschen aus fünf Nationen kulturell bunter.

Es kamen Wohnungssuchende und Hausbesitzer - sogar aus einem benachbarten Landkreis.  Auch das Thema Tiny Houses wurde angesprochen. Einige Menschen waren einfach an Austausch und
Vernetzungsmöglichkeiten in Grafing interessiert. Sie wurden
ermuntert, die zahlreichen Angebote der Transition Town Initiative
Grafing, wie z.B. das Repair Café oder die Transition-Kinoabende, und
die anderer Vereine, wie zum Beispiel dem Talentetausch Region Grafing,
wahrzunehmen.

Der Fokus wurde bei dieser Veranstaltung auf die Eigenverantwortung
gelegt, und zwar auf die Frage, was  man selber tun kann, um seine
Situation zu verbessern. Das fängt bereits bei den Worten an, die
man ausspricht. Einen Misstand wieder und wieder anzusprechen lockt nun
mal nicht unbedingt Lösungen an, die eigentlich gewünscht sind. Es wurde
dazu ermuntert, einmal die eigenen Kräfte zu aktivieren mit Sätzen wie
zum Beispiel „Ich suche nicht, ich lasse mich von Lösungen finden.“ Eine
Übung, welche die Erwartungshaltung verändern kann, und die sich lohnt,
einmal auszuprobieren.

An diesem Samstag wurde sich wieder viel ausgetauscht, und die Leute
saßen oder standen noch lange in kleinen Gruppen zusammen, um
angesprochene Themen zu vertiefen und sich zu vernetzen.

Der nächste Wohnsinn findet statt am Samstag, den 7. September 2019,
noch einmal in der Casa Creativa, Grandauer Straße 4, Grafing. 15 bis 17
Uhr.
 
 

Wohnsinn am 7. September 2019

Eine kleine aber feine Runde von Grafingern mit unterschiedlichstem kulturellem Hintergrund fand sich am 7. September, einem arg kühlen und regnerischen  Spätsommertag, zum einjährigen Bestehen von Wohnsinn ein. Das bot die Gelegenheit, tiefer in die einzelnen Geschichten der Wohnungssuchenden einzutauchen. Es ist berührend und interessant zu erfahren, was die Menschen bewegt, welche Erfahrungen sie in ihrem Alltag machen, welche Sorgen sie umtreiben. Es war auch eine Hausbesitzerin da, die sich schon mal informieren wollte, was sie, wenn die Kinder im nächsten Jahr ausziehen, mit dem frei werdenden Wohnraum machen könne.

Ein Diskussionspunkt an diesem Samstag waren die vielen leer stehenden Häuser. „Warum steht so viel leer?“, wurde gefragt. Jemand machte den Vorschlag, dass Bürger in Kooperation brach liegende Häuser wieder herrichten könnten. Ein Konzept sei von Nöten, meinte einer, wie man die Wohnungsnot derer lindern könne, für die eine Wohnung auf dem Markt unerschwinglich sei.

Das positive Beispiel von einer afrikanischen Wohngemeinschaft in Grafing wurde erwähnt, die sehr harmonisch funktioniere. So etwas könne doch Nachahmer finden, war die einhellige Antwort.

WOHNSINN lebt vom Gestaltungswillen seiner Teilnehmer. Wollen Sie Ihre Wohnsituation ändern? Sind Sie Wohnungssuchender, Hausbesitzer, möchten Sie Ihre Immobilie vorübergehend in guten Händen wissen? Kommen Sie regelmäßig vorbei, vernetzen Sie sich, lassen Sie sich inspirieren und lernen Sie neue Menschen kennen. In Gemeinschaft lassen sich Probleme besser in Lösungen wandeln.

Nächste WOHNSINN-Veranstaltung: Samstag, 12. Oktober 2019, 15 bis 17 Uhr, wieder im Gemeindesaal der evangelischen Kirche, Glonner Straße 7, Grafing.

 

Wohnsinn am 12. Oktober 2019 

Die Oktober-Veranstaltung von Wohnsinn hatte wieder interessante Besucher, unter anderem ein Ehepaar mit Platz im eigenen Haus, zwei Wohnungssuchende und einige allgemein Interessierte. Eine Frau erzählte, wie bereichernd es für ihre eigene Familie war, eine junge Familie vorübergehend aufzunehmen.  Man habe sich sehr gut in der Küche arrangieren können und es sei schön gewesen, mal wieder ein Kleinkind im Haus zu haben.

Die nächste Wohnsinn-Veranstaltung findet statt am Samstag, den 9. November 2019, 15 bis 17 Uhr im Gemeindesaal der evangelischen Kirche Grafing, Glonner Straße 7.

Kommen Sie vorbei, wenn Sie Wohnraum anzubieten haben und Haus- und Gartenhilfe oder Unterstützung beim Gassi-Gehen brauchen und lernen Sie in entspannter Atmosphäre Menschen kennen, die ein neues Zuhause suchen.