Da es in der Transition Town Initiative keine Hierarchie gibt, versuchen wir, Entscheidungen nach soziokratischen Prinzipien zu verwirklichen.

Die 4 Basisregeln der Soziokratischen Organisation

1. Das Konsentprinzip

Die erste Basisregel bildet die Garantie für die Gleichwertigkeit aller Teilnehmer einer Organisation bei der Beschlußfassung. Das Konsentprinzip ist die Übereinkunft darüber, daß das Prinzip von "kein schwerwiegender und begründeter Einwand" die Beschlußfassung regiert.

 

2. Die Kreisorganisation

Die Organisation verfügt über eine Struktur zur Beschlußfassung, die auf miteinander verbundenen Kreisen*) aufbaut. In diesen Kreisen regiert das Konsentprinzip. Diese Struktur umfaßt alle Teilnehmer der Organisation.
 

3. Die doppelte Koppelung

Ein Kreis ist verhältnismäßig unabhängig. Er kann allein aus sich selbst bestehen in Beziehung zu den anderen Kreisen. In einer Organisation werden im allgemeinen mehrere Kreise nötig sein. Um den dynamischen Prozeß von Leiten, Tun und Messen (Kreisprozeß) auf alle vorhandenen Kreise auszudehnen, bedarf es einer bestimmten Art der Verbindung: Die Doppelte Koppelung.
Bei der Verbindung zwischen zwei Kreisen nehmen immer mindestens zwei Personen aus einem Kreis an der Beschlußfassung im nächsthöheren Kreis teil.

 

4. Die Soziokratische Wahl

Die Wahl von Personen für Funktionen und Aufgaben erfolgt nach dem Konsentprinzip nach offenem Austausch von Argumenten.

 

Quelle: http://www.soziokratie.com/was-ist-soziokratie/die-vier-basisregeln.html

Guter Link für Dokument mit Übersicht 4 Seiten

http://soziokratie.org/wp-content/uploads/2011/06/wasistsoziokratie1.0-nutzenundgrenzen.pdf

Prinzipien der soziokratischen Organisation

Meinungen können geändert werden, auch Beschlüsse sind flexibel
 

Es geht nicht um perfekte sondern um optimal machbare Lösungen auf Basis der derzeitigen Erkenntnisse und Ressourcen.
 

Alle Entscheidungen haben ein Ablaufdatum, also einen Zeitpunkt, an dem sie überprüft werden und entweder bewusst beibehalten oder verändert werden.
 

Konstruktive Fehlerkultur: Fehler sind wichtige Lernerfahrungen, werden als Entwicklungschancen begriffen und können so offen behandelt werden.
 

„Störungen“ werden als Bereicherung und wichtige Ergänzungen verstanden und bekommen einen guten Platz um weiter bearbeitet zu werden.
 

Hohes Maß an Transparenz: Alle Beteiligten haben Zugang zu den für die Entscheidung notwendigen Informationen
 

Soziokratie ist ein „sowohl-als-auch“ statt „entweder-oder“
 

Es gibt die Hierarchie der Kompetenz, nicht der Macht. „Macht mit, statt Macht über“.
 

Wer mit gestalten will, ist dafür verantwortlich, sich in den entsprechenden Arbeitskreis einzubringen.
 

Jeder Kreis hat die Funktionen Leiten, Ausführen, Messen.
 

Ziel ist die Weisheit der Gruppe zu nutzen, effizient mit den Ressourcen (Zeit, Geld, Nerven….) umzugehen und effektiv zu arbeiten.
 

Ziel ist die Potenziale der Einzelnen zum Erblühen zu bringen im Dienste der gemeinsamen Ziele

 

Das soziokratische Meeting

Eröffnungsrunde
Ankommen und Einstimmen auf das gemeinsame Ziel
 

Organisieren des inhaltlichen Teils
Informationen, Dauer, Termine, Protokoll, Moderation, Agenda festlegen (Zeit, Art: Info, Beschluss, Ideensammlung)
 

Inhaltlicher Teil
Abarbeiten der Agendapunkte

Bildformende oder Informationsrunde
Vorschlag vortragen
Fragen sammeln und beantworten
 

1. Meinungsbildende Runde
 

Meinungsänderungsrunde(n)
Neuen Vorschlag formulieren
 

Konsentrunde
Gibt es schwerwiegende und begründete Einwände gegen diesen Vorschag?
 

Schlussrunde
Messung der Effektivität des Meetings